Von Norman Liebold geschrieben am: 02.08.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Die Geschichte, aus dem, wie ich hoffe, Weihnachten dieses Jahr die “Siebengebirgsmärchen” (Arbeitstitel) entstehen werden, wächst und gedeiht. Noch habe ich zwar mit der Niederschrift nicht begonnen, aber die Notizen und Entwürfe stapeln sich bereits. Es wird ein verwunschenes Buch voller Zauber werden, das die eine oder andere Gänsehaut ebenso verursachen wird wie verträumte Abende – entweder im Lesesessel am prasselnden Kamin oder bei einer Lesung. Mit den Gedanken über das Buch entstehen auch die ersten Ideen für die Ornamentierung. Die eigentlichen Illustrationen wird dieses Mal wieder Katharina Theine anfertigen. Auch hier sind schon die ersten Sachen in Arbeit. Dieses Ornament wird in verschiedenen Varianten für die Nixen-Geschichte verwendet werden. Ich arbeitete mit dem Pelikan Graphos und Tusche auf gespachtelter Holzplatte. Am Ende machte ich mir den Spaß, das ganze recht wild mit Aquarell zu kolorieren. |
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[Norman Liebold,
02.08.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 28.07.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Bisher arbeitete ich hauptsächlich auf Papier in den Standartformaten. Lange auf Din A4, zunehmend auf Din A3. Mit dem Entschluß, auf Holz zu arbeiten, ist die Notwendigkeit weggefallen, mich an irgendwelche Formate zu halten – man fängt von vornherein an, alles um einiges größer anzulegen. Ich hatte einige Schwierigkeiten erwartet, aber mit einer habe ich in der Tat nicht gerechnet. Wenn man auf grossen Formaten arbeitet, die, wie man es gewohnt ist, vor einem auf dem Tisch liegen, zeitigt sich ab einer gewissen Grösse ein Problem, an das man vorher schlechtweg nicht gedacht hat: Die perspektivische Verzerrung. Kein Wunder, dass Maler auf Staffeleien arbeiten, die das Bild senkrecht, bzw. parallel zur Sichtebene halten. Es ist schön, dass man noch etwas lernen kann. Die Dryade krankt ein wenig an diesem Problem. Aber da sie als Initial für das erste Kapitel der “Weltendrift” gedacht ist, also etwa handflächengross im Druck, möchte ich es durchgehen lassen. |
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[Norman Liebold,
28.07.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 25.07.2011 unter Aquarell, Illustrationen, Tuschezeichnung
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Eine kleine Erleuchtung. Bisher arbeitete ich fast ausschließlich mit Tusche auf Papier (Hahnemühle Nostalgie in Din A3), aber es befriedigte mich schon länger nicht mehr. Die meisten Papiere bluten bei Tusche aus, was insbesondere bei den filigranen Ornamentzeichnungen überaus frustrierend ist. Zudem ist so ein Papier nach einigen Stunden zwar eine schöne Zeichnung, aber es fehlt die Genugtuung, nach so viel Arbeit etwas “handfestes” in der Hand zu haben. Mir war nach wesentlich gemäldeartiger Umsetzung, nach etwas Massivem. Junus Karimow empfahl mir, wie er auf Holzplatte zu arbeiten, aber ich mißtraute dem, denn wenn schon Papier ausblutet, wie würde dann der Spachtel reagieren, der den Malgrund bilden sollte. Zusammen mit meiner Illustratoren und lieben Freundin Katharina Theine habe ich dann doch das Experiment gewagt, Holzplatten besorgt, Spachtel angerührt, die Platten hergerichtet – ich für meinen Teil mit Acyl grundiert (sicher ist sicher) – und dann mit zwiegespaltetem Gefühl die erste Test-Zeichnung versucht. Zum Zeichnen benutzte ich mein neues Spielzeug – einen Pelikan Graphos aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts und erlebte eine gleich doppelte Erleuchtung, die, wie es mir scheint, gleich zwei ewige Suchen endlich enden ließen. Auf Platte zu arbeiten ist ein beflügelndes Gefühl, völlig anders als auf Papier. Das ganze hat nicht mehr das Empfinden, einen Rohling zu erstellen, dessen einziger Sinne es ist, nach Fertigstellung gescannt, vektoriesiert und als Illustration verwendet zu werden. Das Kunstwerk selbst wird zu Zweck, es lebt und schreit danach, aufgehängt zu werden. Jeder Strich ist etwas für die Ewigkeit. Der Graphos ist das beste Zeichenwerkzeug, das ich je in Händen hielt, er verbindet alle Vorteile des Federhalters mit denen eines Füllers. Warum die Produktion dieses genialen Werkzeugs in den Fünfzigern eingestellt wurde, ist mir völlig schleierhaft. Vielleicht weil er unkaputtbar ist und ein Gerät ein halbes Dutzend verstopfungsanfällige Dinge wie Rapidographen ersetzt – schlecht für den Absatz. Auf dem Acylgrund steht die Tusche wunderbar, kein Nachzeichnen mehr, bis eine Linie endlich steht. Kein Ausbluten, kein viermaliges Füllen der Schwarzflächen, bis sie endlich decken. Aquarell steht auch hervorragend. Jetzt dürstet es mich danach, das neue Medium auszureizen und ich schwanke, welche Stories ich jetzt in Angriff nehme – Aktmodell oder die neuen Siebengebirgsmärchen. Denn ein Gedanke ist dabei auch, Geschichten zu schaffen, die danach schreien, in der ornamentalen Art illustriert zu werden. In gewisser Weise ist es fast von Vorteil, dass ich mir den kleinen Zeh gebrochen habe … so kann ich mich jetzt ganz sitzenden Tätigkeiten widmen. Das obige Ornament ist eine Testzeichnung, die für die Neuauflage von “Krähe und Nachtigall” gedacht ist. Besonders schön finde ich den Untergrund, der an Beton erinnert und ein ganz eigenes Gefühl macht.
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[Norman Liebold,
25.07.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 12.07.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Das 6. und letzte Schmuckornament für “Die Höhle”.Ich denke, ich werde es im Gegensatz zu den anderen Zeichnungen hell lassen, anstatt, wie in der Version mit dem gefüllten Hintergrund, es wieder weiß auf schwarz zu setzen. Auf diese Weise schließt sich der Rahmen mit dem 1., ebenfalls helleren Kapitel. Es fehlen jetzt noch der Grafik-Rahmen für die Grafit-Illustrationen von Alexander Lebedev und einige kleinere Spielereien. Das Lektorat ist in vollem Gange, die ersten Druckfahnen sind schon zurück (vielen lieben Dank!). |
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[Norman Liebold,
12.07.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 11.07.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Das Spiegelbild des Protagonisten. Bei längerem Hinsehen beginnt sich der Rauch der Kerze irgendwie an zu bewegen. Beim Zeichnen von dieser Kringel-Orgie gab das zum Teil recht surreale Zustände. |
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[Norman Liebold,
11.07.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 11.07.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Das Ornament war schwierig zu lösen, in dem Kapitel geschieht ausgesprochen viel, und die Essenz davon ornamental herauszukitzeln und mich zugleich nicht zu sehr der Illustration von Alexander Lebedev für das Kapitel anzunähern, war ein kleine Herausforderung. Das Wechselspiel zwischen den zwei Kämpfen des Protagonisten – mit der “äußeren” und der “inneren” Spinne – gab aber dann doch eine Möglichkeit eines symbolisch zu lesenden Bildes. |
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[Norman Liebold,
11.07.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 30.06.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Die Zeichnung bekommt für den Druck noch einen feinen, filigranen Rahmen, der sämtliche vollständig von Schwarz umgebenden Ornamente abschließen wird. Die Käfer jedenfalls haben mich ziemlich in den Wahnsinn getrieben – vor allem, weil das Papier (Hahnemühle Nostalgie) gestern Abend ein wenig feucht geworden war und die Tusche etwas ausblutete. Sehr haarig, wenn man feine Linien in einem Meer von Schwarz zu ziehen versucht… |
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[Norman Liebold,
30.06.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 29.06.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Für “Die Höhle” entstehen im Moment sechs ornamentale Zeichnungen, die parallel zum Geschehen im Buch die Geschichte in Bildern erzählen. Sie erscheinen wie Initialien im Text und stehen nicht in Konkurrenz mit den wunderschönen Illustrationen, die Alexander Lebedev für das Buch anfertigt. Die Bilder geben dem Leser einen weiteren Zugang zum Verständnis des Buches, denn sie versinnbildlichen die Entwicklung der eigentlichen Protagonistin Silvia, die der offensichtliche Protagonist Manuel als ihr Animus in seinem Höhlen-Höllentripp durchsteht. |
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[Norman Liebold,
29.06.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 07.06.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Das Ornament ist angedacht, um zwischen den zwei Textspalten des Buches zu stehen. Jedes Kapitel wird ein eigenes Ornament haben, dieses ist für den “Drachenpriester” gezeichnet. |
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[Norman Liebold,
07.06.2011 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 05.06.2011 unter Illustrationen, Tuschezeichnung
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Die Illustratorin Katharina Theine, die Fotografin Anke Böser und ich haben uns zu einem hochgesteckten Projekt entschieden: Die äußerst aufwendige Neuauflage meines erstmals 2003 erschienenen Märchenromans “Krähe und Nachtigall“, das vielleicht am längsten gewachsene Buch, das je aus meiner Feder floss. Neben den vielen Illustrationen und farbigen Gemälden Katharina Theines und der Fotografien Anke Bösers werde auch ich einige neue Zeichnungen für das Buch erstellen: Zum einen eine Reihe der Landschaftszeichnungen, in deren sehr freie Technik ich mich seit einiger Zeit einarbeite, aber auch etliche meiner oramentalen Arbeiten. Die Zeichnung links ist ein Schmuckornament für den Drachenpriester. |
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[Norman Liebold,
05.06.2011 |